Batterie Todt, Militärmuseum in Audinghen, Frankreich
Die Batterie Todt ist eine Festungsanlage mit vier Geschützbunkern an der französischen Küste bei Kap Gris-Nez, 60 Meter über dem Meeresspiegel. Jeder Bunker beherbergte ursprünglich ein schweres Marinegeschütz mit einem Kaliber von 380 Millimetern.
Die deutsche Wehrmacht errichtete diese Stellung zwischen 1940 und 1942 als Teil der Atlantikwallbefestigungen. Die Bauleitung lag bei der Organisation Todt, die während des Krieges Tausende Zwangsarbeiter für die Arbeiten einsetzte.
Die Anlage trägt den Namen Fritz Todt, des deutschen Ingenieurs, der das Verteidigungssystem entwarf und dessen Organisation die Bauarbeiten überwachte. Besucher sehen heute die originalen Bunker mit ihren dicken Betonwänden und schmalen Öffnungen für die Geschütze, die den militärischen Alltag greifbar machen.
Ein erhaltener Bunker ist zugänglich und zeigt Ausstellungsstücke sowie militärische Ausrüstung aus der Zeit. Im Außenbereich steht eine deutsche K5-Eisenbahnkanone mit 280 Millimetern Kaliber, die man aus der Nähe betrachten kann.
Die Geschütze konnten Ziele auf einer Reichweite von 55,7 Kilometern treffen, was Beschuss über den Ärmelkanal bis nach England ermöglichte. Allerdings mussten die Bunker nach jedem Schuss belüftet werden, da die Explosion den gesamten Innenraum mit Rauch und Pulverdampf füllte.
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