La Grande Borne, Wohnanlage in Grigny, Frankreich
La Grande Borne ist eine Wohnsiedlung in Grigny im Département Essonne, die sich teilweise bis nach Viry-Châtillon erstreckt und aus mehrgeschossigen Gebäuden mit geschwungenen Fassaden in verschiedenen Farben besteht. Die Anlage organisiert sich um Höfe und Fußwege, die zwischen den gewundenen Baukörpern einen zusammenhängenden Raum bilden und das Stadtbild prägen.
Der Architekt Émile Aillaud entwarf die Anlage im Jahr 1967, um die Wohnungsnot in der Region Paris zu mildern, und ließ rund 4000 Wohnungen errichten. Der Bauabschnitt endete Mitte der 1970er Jahre und prägte die Entwicklung der südlichen Vororte von Paris in dieser Zeit.
Der Name des Projekts stammt von einem archäologischen Fundort in Frankreich und verbindet das Bauvorhaben mit der Vergangenheit der Region. Innenräume zwischen den Gebäuden tragen antike Bezeichnungen aus griechischen Mythen und schaffen so einen besonderen Bezug zu klassischen Erzählungen beim Durchqueren der Wohnanlage.
Die Wohnsiedlung liegt etwa 25 Kilometer südlich von Paris und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, wobei man sich am besten tagsüber einen Eindruck verschafft. Fußgänger können die verschlungenen Wege und die offenen Höfe erkunden, sollten aber auf die Privatsphäre der Bewohner achten.
Die Fassaden tragen großflächige Mosaiken und abstrakte Muster, die den Gebäuden ein künstlerisches Erscheinungsbild verleihen. Diese farbigen Gestaltungselemente sollten ursprünglich den Eindruck einer offenen und freundlichen Wohnumgebung verstärken.
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