Villa Cavrois, Modernistische Villa in Croix, Frankreich
Villa Cavrois ist ein Wohnhaus im modernen Stil, das vom Architekten Robert Mallet-Stevens in der Gemeinde Croix in Nordfrankreich entworfen wurde. Das Gebäude zeigt glatte gelbe Backsteinwände mit großen rechteckigen Fensteröffnungen, die von Betonrahmen eingefasst sind, und eine flache Dachterrasse, die die oberen Stockwerke überspannt.
Der Bau erfolgte zwischen 1929 und 1932 als Auftrag eines wohlhabenden Industriellen aus der Region, der eine zeitgemäße Familienresidenz wünschte. Im Zweiten Weltkrieg nutzte die Wehrmacht das Gebäude als Kaserne, was Spuren am Interieur hinterließ, bevor es in den 1980er Jahren leer stand und später vom französischen Staat erworben wurde.
Die Villa trägt den Namen ihres Auftraggebers, eines Textilfabrikanten aus dem nahegelegenen Roubaix, der den Architekten mit dem Bau eines Familienhauses für seine acht Kinder beauftragte. Der große Speisesaal im Erdgeschoss bildet das Herzstück der Empfangsräume und öffnet sich direkt auf den langen Wasserspiegel im Garten.
Die Zimmer sind über mehrere Etagen verteilt und wer die oberen Bereiche besichtigen möchte, sollte Treppen steigen können. Der Rundgang durch die Innenräume vermittelt einen guten Eindruck vom Alltagsleben einer großbürgerlichen Familie in den 1930er Jahren.
Der lange Wasserspiegel, der sich über 72 Meter vor der Hauptfassade erstreckt, spiegelt die gelben Backsteinwände und dient als zentrales Gestaltungselement für die Gartenansicht. Das Haus verfügte bereits in den frühen 1930er Jahren über eine Zentralheizung mit Steuerpulten in mehreren Räumen, was damals außergewöhnlich modern war.
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