Notre-Dame-de-Nazareth, Historische Kirche in Valréas, Frankreich.
Die Kirche Notre-Dame-de-Nazareth ist ganz aus großformatigem Haustein gefügt und mit Steinplatten gedeckt. Sie besitzt zwei Glockentürme: einen achteckigen Turm auf quadratischem Grundriss mit Rundbogenöffnungen im quadratischen Teil und dreiblättrigen Spitzbogenöffnungen im achteckigen Teil sowie einen Arkadenturm mit drei Glockenöffnungen, deren höchste vermauert ist. Das Südportal verbindet einen zentralen Rundbogen mit zwei gotischen Seitenbögen; die linke Seitentür ist vermauert, und über dem Portal sind Reliefreste mit Figuren und Rankenwerk eingemauert.
Die Kirche geht wohl auf ein Benediktinerpriorat des 11. Jahrhunderts zurück. Der romanische Kern aus Apsis, Querhaus und Langhaus entstand im 12. Jahrhundert, die Seitenschiffe gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Im 15. Jahrhundert folgten ein Langhausjoch und die Westfassade, vom 15. bis 19. Jahrhundert Seitenkapellen. Seit 1862 ist sie als Monument historique klassifiziert.
Die südliche Eingangstür zeigt die Verbindung zwischen Romanik und Gotik durch Kapitelle, die mit Pflanzenmotiven verziert sind. Diese Übergänge sind an den verschiedenen Teilen des Bauwerks sichtbar und zeigen, wie sich die Baustile im Laufe der Zeit verändert haben.
Das Gebäude ist von außen leicht zu erkunden, da es sich zentral in Valréas befindet und gut zu Fuß erreichbar ist. Besucher sollten beachten, dass die Kirche noch für Gottesdienste genutzt wird, daher können bestimmte Bereiche zeitweise nicht zugänglich sein.
Das Orgelgehäuse stammt von einem Instrument, das 1667 Nicolas Béraud aus Valréas baute; 1723–1724 wurde die Orgel auf eine neu errichtete Orgelbühne im Westen versetzt, im 19. Jahrhundert kam ein zweites Manual hinzu. Heute hat sie 25 Register auf zwei Manualen und Pedal mit mechanischer Traktur.
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