Abtei von Liessies, Benediktinerkloster in Liessies, Frankreich
Die Abtei Liessies ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Nordfrankreich mit erhaltenen Gebäuden, die sich über ein früheres Parkgelände verteilen und verschiedene Funktionen des klösterlichen Lebens widerspiegeln. Die Kapelle der Heiligen Hiltrude steht noch immer in einem nahe gelegenen Wald und markiert einen wichtigen Ort der religiösen Praxis.
Das Kloster wurde 751 gegründet und der Heiligen Lambert geweiht, erlitt aber frühe Zerstörungen, bevor es zwischen 1095 und 1110 von Theodoric von Avesnes wiederhergestellt wurde. Diese Wiedergründung machte es zu einem wichtigen Zentrum des benediktinischen Lebens in der Region.
Der Ort war über Jahrhunderte ein Zentrum der Handschriftenherstellung, wo Mönche Texte kopierten und dabei mit anderen Klöstern wie Clairvaux zusammenarbeiteten. Diese Schreibarbeit war Teil des täglichen Lebens der Gemeinschaft und hinterließ Spuren in Sammlungen, die weit über die Region hinaus bekannt wurden.
Das Gelände ist über Waldwege zugänglich, wobei die Kapelle der Heiligen Hiltrude ein gutes Ziel für einen Spaziergang darstellt. Der beste Besuchszeitpunkt ist außerhalb der Wintersaison, wenn die Wege trocken und die Umgebung leichter zu erkunden sind.
Der Abt Ludwig von Blois kam mit 14 Jahren in das Kloster und führte ab 1530 strenge benediktinische Reformen durch, die seine mystischen Schriften weit über das Kloster hinaus bekannt machten. Seine geistliche Arbeit prägte den Ruf dieser Gemeinschaft während der Renaissance.
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