Malaucène, Gemeinde in Frankreich
Malaucène ist ein kleines Dorf im Vaucluse-Gebiet Südfrankreichs, das von Gebirgen umgeben in einem grünen Tal liegt. Die Stadt bewahrt ihre mittelalterliche Struktur mit alten Mauern, engen Gassen mit Kopfsteinpflaster, einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit großer Glocke, Brunnen und Waschplätzen, die das tägliche Leben der Vergangenheit zeigen.
Malaucène entstand im Mittelalter als befestigter Ort und wird erstmals im 10. Jahrhundert erwähnt, wobei archäologische Funde zeigen, dass die Gegend schon seit der Antike bewohnt war. Im 14. Jahrhundert suchte Papst Clemens V. das Dorf als Sommerresidenz auf, und später erlitt die Stadt während der Religionskriege des 16. Jahrhunderts Überfälle und Zerstörungen.
Der Wochenmarkt am Mittwoch auf dem Cours des Isnards ist das Herzstück des lokalen Lebens und zieht seit über siebenhundert Jahren Menschen zusammen. Besucher können hier regionale Produkte wie Kirschen, Aprikosen und Spargel direkt von lokalen Bauern kaufen und die Tradition der Provence erleben.
Der Ort ist leicht mit dem Bus erreichbar, mit Verbindungen zwischen Carpentras und Vaison-la-Romaine, die auch größere Städte wie Avignon verbinden. Die engen Gassen der Altstadt eignen sich am besten zum Spaziergang, während die Wanderwege wie der GR4 und der Aufstieg zum Mont Ventoux für Aktivere empfohlen werden.
Der Kalvarienberg inmitten des Dorfes war einst der Standort einer Burg aus dem 12. Jahrhundert, die später abgebaut wurde, aber heute markieren drei Kreuze auf dem Hügel den Platz und bieten einen Ausblick über die Dächer des Ortes. Ein anderer unerwarteter Fund ist ein außergewöhnlich langer Steinbänken in der Kirche Saint Michel, das als einer der längsten in Frankreich gilt.
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