Sanary-sur-Mer, Mittelmeergemeinde im Département Var, Frankreich
Sanary-sur-Mer ist eine Gemeinde an der Mittelmeerküste im Département Var, wo sich ein Hafen zwischen niedrigen Hügeln und offenem Meer einbettet. Pastellfarbene Häuser mit Fensterläden stehen entlang der Hafenpromenade, während Palmen und Platanen Schatten über Cafés und Geschäfte werfen, die sich zum Wasser hin öffnen.
Der Ort trennte sich 1688 von Ollioules durch ein königliches Dekret Ludwigs XIV. und entwickelte sich zu einem Fischerhafen. In den 1930er Jahren fanden deutsche Intellektuelle und Schriftsteller wie Thomas Mann hier Zuflucht vor der Verfolgung durch das NS-Regime.
Fischer arbeiten noch heute mit bunten Pointus, den traditionellen Holzbooten der Provence, und bringen ihren Fang direkt am Hafen an Land. Der Kai dient als Treffpunkt für Einheimische, die sich zwischen den Markttagen hier zum Gespräch versammeln und den Alltag am Wasser teilen.
Der Fischmarkt am Hafen findet täglich am Morgen statt und bietet frischen Fang direkt von lokalen Booten. Mittwochs öffnet ein größerer Wochenmarkt mit regionalen Produkten und Handwerk in den Straßen nahe dem Wasser.
Das Internationale Tauchmuseum Frédéric Dumas zeigt frühe Ausrüstungen und Entwicklungen, die Jacques Cousteau und sein Team hier in der Nähe erprobten. Die Sammlung dokumentiert Experimente mit Atemgeräten und Unterwasserkameras, die in den Gewässern vor dieser Küste stattfanden.
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