Burg Puivert, Mittelalterliche Burg in Puivert, Frankreich
Das Château de Puivert ist eine mittelalterliche Festung auf 605 Meter Höhe mit acht ursprünglichen Flankentürmen, von denen heute fünf erhalten sind. Der quadratische Bergfried ragt etwa 35 Meter auf und dominiert die Ausblicke auf das Dorf und den See darunter.
Die Burg wurde 1170 errichtet, fiel aber 1210 nach einer dreitägigen Belagerung durch Simon de Montforts Truppen während des Albigenserkreuzzugs. Dieses Ereignis markierte einen Wendepunkt in der Kontrolle der Region.
Der Musikerzimmer im vierten Stockwerk zeigt acht Steinreliefs mit mittelalterlichen Musikern, die verschiedene Instrumente spielen und die damalige Musikkultur widerspiegeln. Diese Kunstwerke geben einen unmittelbaren Eindruck davon, wie Musik in dieser Zeit eine wichtige Rolle im Burgleben spielte.
Die Burg kann das ganze Jahr über besichtigt werden, mit längeren Öffnungszeiten von Mai bis Anfang Oktober und eingeschränktem Betrieb in der Nebensaison. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da der Aufstieg zum Bergfried und die Steintreppen steil und uneben sind.
Thomas de Bruyère und Isabelle de Melun errichteten 1310 den heutigen Bau und bewehrten ihn mit Isabelles Familienwappen aus ihrer Zeit als Großkämmerin Frankreichs. Dieses Wappen ist noch heute im Stein eingemeißelt und verbindet die Festung mit einer besonderen Familie der französischen Aristokratie.
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