Villedieu-les-Poêles, Mittelalterliche Handwerksstadt in Manche, Frankreich
Villedieu-les-Poêles ist eine Stadt in der Normandie, die sich entlang des Flusses Sienne erstreckt und durch enge Gassen geprägt ist, in denen traditionelle Kupferwerkstätten und Steinhäuser verschiedener Epochen nebeneinander stehen. Die Stadt beherbergt auch eine Glockengießerei und zahlreiche handwerkliche Betriebe, die das Straßenbild prägen.
Die Stadt wurde im 12. Jahrhundert gegründet, als die Johanniter von Heinrich I. von England Land erhielten und eine Siedlung gründeten. Diese Siedlung entwickelte sich später zu einem wichtigen Zentrum für Metallverarbeitung und Handwerk.
Die Kupfer- und Messingwerkstätten der Stadt bewahren alte Handwerkstechniken, die über Generationen weitergegeben wurden. Handwerker arbeiten hier noch immer wie früher, mit Werkzeugen und Methoden, die sich über Jahrhunderte bewährt haben.
Besucher können die Kupferwerkstätten und die Glockengießerei in der ganzen Stadt erkunden und sollten entlang der Rue Carnot spazieren, wo sich viele Handwerksbetriebe konzentrieren. Viele Werkstätten bieten an bestimmten Tagen Vorführungen von Handwerkstechniken an.
Die Glockengießerei Cornille Havard fertigt jedes Jahr etwa 100 große Glocken an und nutzt dabei eine Mischung aus mittelalterlichen Methoden und modernen Produktionsprozessen. Die Handwerker gießen die Glocken nach traditionellen Verfahren, die sich über mehrere Jahrhunderte entwickelt haben.
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