Saint-Antoine-l’Abbaye, Ehemalige Gemeinde im Isère, Frankreich
Saint-Antoine-l'Abbaye ist eine ehemalige Gemeinde im Département Isère in der Region Auvergne-Rhône-Alpes im Südosten Frankreichs. Das Dorf liegt auf einem Felsvorsprung aus Alpengestein am Ufer des Furand, und seine Gebäude, darunter die Abteikirche und das Rathaus, sind aus demselben örtlichen Stein errichtet.
Das Dorf hieß ursprünglich La-Motte-Saint-Didier und erhielt seinen heutigen Namen im 11. Jahrhundert, als Reliquien des Heiligen Antonius des Großen hierher gebracht wurden. Um diesen Ort bildete sich eine Mönchsgemeinschaft, zunächst unter Benediktinern, später unter den Antoniten, die auch ein Hospital für Kranke unterhielten.
Saint-Antoine-l'Abbaye gehört zu der Organisation Les Plus Beaux Villages de France, die Dörfer mit besonderem Charakter zusammenfasst. Beim Spaziergang durch die engen Gassen zwischen Steinbauten entdecken Besucher geschnitzte Portale und kleine Brunnen, die den Rhythmus der alten Straßen bestimmen.
Die engen Gassen des Dorfes lassen sich am besten zu Fuß erkunden, und Parkplätze sind in der Nähe des Zentrums vorhanden. Wer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entdecken möchte, kann zwischen einer geführten Tour und einem selbstgeführten Rundgang per Smartphone wählen.
Das sogenannte Antoniusfeuer, das im hiesigen Hospital behandelt wurde, war in Wirklichkeit eine Vergiftung durch einen Pilz, der auf Getreide wuchs, und hatte nichts Übernatürliches an sich. Dennoch strömten Pilger aus ganz Europa hierher, weil sie glaubten, die Reliquien würden Heilung bringen.
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