Paris-Geschütz, Deutsche Artilleriewaffe in Laon, Frankreich
Das Paris-Geschütz ist ein deutsches Artilleriegeschütz in Laon, Frankreich, das im Ersten Weltkrieg entwickelt wurde. Das Waffensystem erreichte eine Gesamtlänge von etwa 34 Metern und benötigte ein spezielles Eisenbahnsystem für Transport und Einsatz.
Der Hersteller Krupp begann die Entwicklung dieser Fernkampfwaffe im Jahr 1917, um Paris aus einer Entfernung von 121 Kilometern zu beschießen. Die Kanone wurde in den letzten Monaten des Ersten Weltkriegs im Jahr 1918 eingesetzt.
Die Pariser verwechselten die Explosionen anfänglich mit Zeppelin-Angriffen, ohne deren Ursprung in der Artillerie zu erkennen.
Die Bedienung erforderte eine Mannschaft von etwa 80 Spezialisten, die das komplexe System gemeinsam betrieben. Der Verschleiß des Rohrs durch die enormen Belastungen machte häufige Wartungsarbeiten notwendig.
Die Geschosse erreichten Höhen von etwa 42 Kilometern in der Stratosphäre und stellten damit Rekorde auf. Diese Leistung blieb bis zum Einsatz der V-2-Raketen im Jahr 1942 unerreicht.
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