Aérotrain, Experimentelles Transportsystem nahe Orléans, Frankreich
Aérotrain ist ein experimentelles Transportsystem in der Nähe von Orléans in Frankreich, das auf einem erhöhten Luftkissen über einer speziellen Betonspur schwebte. Die futuristische Kapsel mit silberner Hülle und großen Fenstern erstreckte sich über mehrere Segmente und war für Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen französischen Städten konzipiert.
Der französische Ingenieur Jean Bertin startete das Projekt 1964 und baute eine 18 Kilometer lange Teststrecke bei Orléans. Das Programm endete 1977, nachdem die Regierung beschlossen hatte, in den TGV zu investieren.
Der Name stammt aus der Kombination von "aéro" und "train", ein Begriff, der die Verbindung von Luftfahrttechnik und Schienenverkehr widerspiegelt. Das Fahrzeug schwebte auf einem Luftkissen über einer T-förmigen Betonbahn und hinterließ beim Passieren ein charakteristisches Pfeifen.
Teile der ursprünglichen Betonstrecke sind noch heute sichtbar und können von der Straße aus betrachtet werden. Ein Prototyp wurde im Eisenbahnmuseum in Mulhouse aufbewahrt.
Der I80-Prototyp erreichte 1974 eine Geschwindigkeit von 417,6 Kilometern pro Stunde und stellte damit einen Rekord auf. Zwei Turbinentriebwerke mit Mantelpropellern ermöglichten schnelles Beschleunigen und Bremsen zwischen den Haltepunkten.
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