Sonnenofen von Odeillo, Sonnenofen-Forschungsanlage in Font-Romeu-Odeillo-Via, Frankreich
Der Odeillo-Solarofen ist eine riesige Forschungsanlage in den Pyrenäen, die Spiegelsysteme nutzt, um Sonnenlicht auf einen zentralen Punkt zu konzentrieren. Die Struktur besteht aus mehreren Spiegelbereichen, die zusammenwirken, um extrem hohe Temperaturen zu erzeugen.
1946 schmolz der Chemiker Félix Trombe in Meudon mit einem Flugabwehrspiegel Erz durch konzentriertes Sonnenlicht und baute 1949 einen ersten Sonnenofen in Mont-Louis. Der von Architekt Henri Vicariot entworfene Ofen von Odeillo wurde 1962 bis 1968 errichtet und 1969 in Betrieb genommen.
Der Name des Ortes stammt vom Dorf Odeillo in der Gemeinde Font-Romeu-Odeillo-Via in der Cerdagne. Ab 1990 erklärte ein Besucherzentrum, Héliodyssée, die Sonnenenergie und die CNRS-Forschung, bis es 2017 schloss; erklärende Tafeln im Freien sind weiterhin frei zugänglich. Der Ofen und der von Mont-Louis dienten weltweit als Vorbilder.
Das Informationszentrum Héliodyssée wurde 2017 geschlossen, doch die erklärenden Tafeln im Freien sind weiterhin kostenlos zugänglich. Die Außenanlagen mit den Heliostaten am Hang und dem parabolischen Konzentrator sind von außen zu sehen. Der Standort liegt in Font-Romeu-Odeillo-Via, nahe dem Solarofen von Mont-Louis und dem Turm Thémis.
Der konzentrierte Brennfleck misst laut französischer Quelle etwa 1 Meter, laut englischer 40 cm, erreicht aber bis zu 10.000 Sonnen, also 10.000 kW/m². Die Leistung wird reguliert, indem unter den 63 Heliostaten ausgewählt und die Schutzöffnungen am Turm geöffnet werden.
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