Provisorische Regierung der Französischen Republik, Übergangsregierung in Paris, Frankreich
Die Provisorische Regierung der Französischen Republik war eine Übergangsregierung, die von 1944 bis 1946 wirkte und Frankreich nach der deutschen Besatzung wieder aufbaute. Sie arbeitete von verschiedenen Regierungsgebäuden in Paris aus und koordinierte die Rückkehr zur demokratischen Ordnung.
Nach der Befreiung von Paris im August 1944 verlegte die Regierung ihre Operationen von Algier in die französische Hauptstadt und symbolisierte die Rückkehr der nationalen Souveränität. Während ihrer Amtszeit hob sie alle Gesetze und Verfassungsbestimmungen der vorherigen Vichy-Regierung auf.
Die Provisorische Regierung führte wieder französische säkulare Werte ein und schuf Sozialversicherungssysteme sowie Frauenwahlrecht. Diese Reformen veränderten die Grundlagen des französischen Gemeinwesens nachhaltig.
Die Regierung war in mehreren Regierungsgebäuden in Paris verteilt und arbeitete mit den Alliierten zusammen, um die Grundlagen für ein neues Frankreich zu schaffen. Besucher können heute die historischen Orte, an denen diese Verwaltung arbeitete, in der Innenstadt erkunden.
Ein Verordnungserlass von August 1944 machte alle Gesetze und Verfassungsakte des Vichy-Regimes ungültig und strich sie aus den Archiven. Dieser radikale Bruch mit der Vergangenheit war ein symbolischer Akt zur Wiederherstellung der französischen Rechtskontinuität.
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