Notre-Dame de la Garde, Neobyzantinische Basilika auf dem Garde-Hügel, Marseille, Frankreich
Notre-Dame de la Garde ist eine Basilika auf einem Hügel in Marseille, die im byzantinischen Stil erbaut wurde und über dem Mittelmeer steht. Der Glockenturm aus Marmor trägt eine große vergoldete Statue der Jungfrau Maria, die vom Wasser und von fast allen Stadtteilen aus sichtbar ist.
An dieser Stelle stand seit 1214 eine kleine Kapelle, die von einem Priester namens Pierre errichtet wurde, um Seefahrer unter seinen Schutz zu stellen. Die heutige Basilika wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Henri-Jacques Espérandieu fertiggestellt, der ihr das ausgeprägte römisch-byzantinische Erscheinungsbild verlieh.
Der Name bedeutet Unsere Liebe Frau von der Wache und bezieht sich auf die Lage der Kirche hoch über dem Hafen, wo sie seit Jahrhunderten als Orientierungspunkt für Seefahrer dient. Die vielen kleinen Votivtafeln an den Wänden zeigen Schiffe in Seenot, Dankesworte und Bilder von Geretteten, die ihre Verbundenheit mit dem Meer und dem Glauben ausdrücken.
Der Aufstieg kann zu Fuß vom alten Hafen aus erfolgen, wobei der steile Weg etwa eine halbe Stunde dauert und festes Schuhwerk empfohlen wird. Wer nicht laufen möchte, kann die Buslinie 60 nutzen oder mit dem Auto anreisen und einen Parkplatz in der Nähe finden.
Die Innenausstattung umfasst großflächige Mosaike mit etwa 12 Millionen Einzelteilen, die Szenen aus dem Leben Mariens und verschiedene religiöse Motive darstellen. Die Wände zeigen abwechselnd grüne und weiße Steinschichten, die dem Raum eine rhythmische Gliederung verleihen.
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