Kloster Val-Richer, Zisterzienserkloster in Saint-Ouen-le-Pin, Frankreich.
Das Kloster Val-Richer ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in Saint-Ouen-le-Pin, rund elf Kilometer westlich von Lisieux. Das im 17. Jahrhundert unter Dom Dominique Georges errichtete Abtsgebäude ist ein klassizistischer Bau aus hellem Stein mit dunklen Eckquadern, steilem Schieferdach, zwei Backsteinschornsteinen, einem kleinen hölzernen Glockentürmchen und Dachgauben. Kirche, Kreuzgang und Konventsgebäude wurden 1802 abgebrochen.
Das Kloster wurde 1143 von Philippe de Harcourt, dem Bischof von Bayeux, gegründet und war ein Zentrum religiösen Lebens. Im 17. Jahrhundert erfuhr es umfangreiche Umbauten, wurde aber später während der Französischen Revolution beschädigt.
Der Name Val-Richer geht auf Vallis Richerii zurück, die lateinische Form in den Urkunden des Klosters. Dreißig Chorgestühle aus der Zeit Ludwigs XIV. wurden nach dem Abbruch von 1802 in die Kirche Saint-Jacques in Lisieux überführt. Durch Heirat kam das Anwesen an die Familie Schlumberger; deren Backsteinlaboratorium steht unter Denkmalschutz.
Das Anwesen liegt in Saint-Ouen-le-Pin, rund elf Kilometer westlich von Lisieux. Die Unterschutzstellung von 1991 betrifft das Abtsgebäude mit seiner festen Ausstattung, den nordwestlichen Flügel und das Hauptgebäude der ehemaligen Farm; 2008 kamen das Haus des Wächters, das Haus des Gärtners, das Schlumberger-Labor vollständig und der Küchengarten hinzu.
Ein Backsteinlabor auf dem Anwesen gehörte den Brüdern Schlumberger, Nachkommen von François Guizot über seine Tochter Henriette und Conrad de Witt. Das Gebäude wurde mit den Häusern von Wächter und Gärtner sowie dem Küchengarten durch Erlass vom 16. Juni 2008 vollständig als Monument historique eingetragen.
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