Palais Bourbon, Parlamentsgebäude im 7. Arrondissement, Frankreich.
Der Palais Bourbon ist ein Parlamentsgebäude im 7. Arrondissement von Paris, das am linken Ufer der Seine liegt und dessen Nordfassade eine große neoklassizistische Säulenhalle mit zwölf Säulen zeigt. Im Inneren erstrecken sich Konferenzsäle, Verwaltungsräume und der zentrale Sitzungssaal, während die Anlage mehrere Innenhöfe umfasst, die Tageslicht in die Flure bringen.
Der Bau begann 1722 im Auftrag von Louise-Françoise de Bourbon, wobei Pierre Cailleteau, Lorenzo Giardini und Robert de Cotte am Entwurf beteiligt waren. Nach der Revolution wurde das Gebäude zum Sitz der Nationalversammlung, und Architekten fügten später die Säulenfassade hinzu, um die Anlage dem gegenüberliegenden Madeleine-Tempel anzugleichen.
Der Name verweist auf das Adelsgeschlecht Bourbon, dessen Mitglied den Bau in Auftrag gab, während heute der Sitzungssaal als Herzstück der französischen Demokratie gilt. Abgeordnete versammeln sich hier in halbkreisförmigen Sitzreihen, die den Dialog zwischen politischen Lagern ermöglichen und für Besucher auch von der Galerie aus erkennbar sind.
Führungen durch das Gebäude sind an Tagen möglich, an denen keine Sitzungen stattfinden, und eine Voranmeldung über die Website der Nationalversammlung wird empfohlen. Besucher sollten einen gültigen Ausweis mitbringen und Sicherheitskontrollen am Eingang einplanen, bevor sie die öffentlichen Bereiche betreten.
Die Bibliothek enthält Bände und Handschriften, die während der Französischen Revolution aus aristokratischen Sammlungen beschlagnahmt wurden. Ein Teil der ursprünglichen Innenausstattung stammt aus dem 18. Jahrhundert und zeigt Malereien, die mythologische und allegorische Szenen darstellen.
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