Crec’h Quillé, Galeriegrab in Saint-Quay-Perros, Frankreich
Die Allée couverte de Crec'h Quillié ist eine neolithische Galeriegrabanlage aus Granitsteinen in Saint-Quay-Perros, in der Bretagne. Das Bauwerk besteht aus einem langen, von aufrecht stehenden Steinplatten gebildeten Gang, der in eine Grabkammer übergeht, und ist von Ost nach West ausgerichtet.
Das Grab entstand um 2200 v. Chr. und diente einer neolithischen Gemeinschaft als kollektiver Begräbnisort. Ein Dorfschullehrer entdeckte es 1961 zufällig wieder, woraufhin Archäologen in den 1960er-Jahren systematische Grabungen durchführten und zahlreiche Werkzeuge, Keramik und Schmuckstücke bargen.
Das Gelände ist über einen kleinen Weg von der Straße aus erreichbar, der über unebenes Terrain führt, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Am Eingang gibt es eine erklärende Tafel, die beim Verständnis der Anlage hilft, bevor man sie betritt.
Eine der Steinplatten in der Nähe des Eingangs trägt eine Gravur, die eine weibliche Figur mit Brust und Halskette darstellt und als Darstellung der Muttergöttin gilt. Solche Gravuren sind in bretonischen Megalithanlagen selten und machen dieses Exemplar unter den Grabanlagen der Region besonders.
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