Dolmen des Fados, Neolithisches Dolmen in Pépieux, Frankreich.
Der Dolmen Lo Morrel dos Fados ist ein Durchgangsgrab aus der Jungsteinzeit, das aus mehreren verbundenen Kammern besteht. Das Innere zeigt drei Abschnitte aus lokaler Sandstein- und Kalksteinmischung mit präzise gefertigten Öffnungen zwischen den Räumen.
Die Anlage entstand um 3500 v.Chr. und wurde von der Véraza-Kultur erbaut, die schwere Steine von weit entfernten Standorten herbeitransportierte. Der aufwendige Bau zeigt die organisatorischen Fähigkeiten und den Aufwand, den frühe Gemeinschaften für ihre Bestattungsstätten betrieben.
Der Name verweist auf die Fados, eine lokale Bevölkerungsgruppe, die in dieser Gegend lebte. Die Anlage wurde von ihren Nachkommen als heiliger Ort genutzt und prägt bis heute die Identität des Dorfes Pépieux.
Der Ort ist das ganze Jahr über frei zugänglich und kostet keinen Eintritt, weshalb Besucher in ihrem eigenen Tempo erkunden können. Das Gelände liegt auf einem definierten Areal von etwa 1,5 Hektar und lässt sich leicht zu Fuß umgehen.
Ausgrabungen förderten eine verniete Dolch zutage, die heute im Museum Olonzac zu sehen ist und frühe Metallverarbeitung zwischen 3400 und 2900 v.Chr. belegt. Dieser Fund macht deutlich, dass die Erbauer bereits fortgeschrittene handwerkliche Techniken beherrschten.
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