Dordognebrücke von Souillac, Steinbogenbrücke in Souillac und Lanzac, Frankreich.
Die pont Louis-Vicat überquert den Dordogne mit sieben Bögen über eine Strecke von 180 Metern und verbindet die Orte Souillac und Lanzac. Die Konstruktion nutzt künstliches Zement in Kombination mit Stein und zeigt die technischen Möglichkeiten, die damals zur Verfügung standen.
Napoleon I. ordnete 1812 den Brückenbau an, um das Überqueren des Dordogne zu vereinfachen. Das Projekt wurde 1824 abgeschlossen und löste das Problem der schwierigen Flussüberquerung, die Reisen in der Region behindert hatte.
Die Brücke steht für einen Wendepunkt in der französischen Ingenieurskunst und zeigt, wie lokale Handwerker sich an modernere Bauweisen anpassten. Sie verkörpert den Übergang von traditionellen Steinkonstruktionen zu innovativen Materialien, die das Bauwesen des 19. Jahrhunderts prägten.
Die Brücke trägt die Straße D820 und wurde zwischen 2013 und 2020 grundlegend erneuert, um ihre Langlebigkeit zu sichern. Besucher können die Struktur von der Straße aus sehen oder vom Flussufer aus eine andere Perspektive genießen.
Der Ingenieur Louis Vicat entwickelte das künstliche Zement, das in dieser Konstruktion verwendet wurde, meldete die Erfindung aber nie zum Patent an. Seine Zurückhaltung ermöglichte es anderen, von dieser bahnbrechenden Technologie zu profitieren und sie weltweit zu verbreiten.
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