Kloster Prouille, Dominikanerkloster in Fanjeaux, Frankreich
Das Kloster Prouille ist ein Dominikanerinnenkloster in Fanjeaux im Département Aude, das im neobyzantinischen Stil errichtet wurde und sich durch Kuppeln und Mosaikdekorationen auszeichnet. Es liegt auf einer Anhöhe zwischen Fanjeaux und Bram und ist von den Feldern der Lauragais-Ebene aus gut sichtbar.
Das Kloster wurde 1206 von dem späteren Heiligen Dominikus gegründet, der dort zunächst bekehrte Frauen aus dem Katharismus aufnahm und damit den Grundstein für den Dominikanerinnenorden legte. Die ursprünglichen Gebäude wurden während der Französischen Revolution weitgehend zerstört.
Das Kloster beherbergt heute eine aktive Gemeinschaft von Dominikanerinnen, die ein beschauliches Leben führen und den Ort als lebendiges religiöses Zentrum erhalten. Besucher, die das Gelände betreten, können die schlichte Ordnung des klösterlichen Alltags wahrnehmen, der sich kaum verändert hat.
Das Kloster liegt an der Kreuzung der Straßen zwischen Castelnaudary und Limoux sowie zwischen Bram und Mirepoix und ist mit dem Auto gut zu erreichen. Ein Besuch der Kirche und der Außenanlagen ist möglich, aber für Teile des Klosters empfiehlt es sich, vor der Anreise die aktuellen Zugangsbedingungen zu prüfen.
Nach der Zerstörung des Klosters in der Revolution blieb von den ursprünglichen Gebäuden nur ein einziger Schlussstein erhalten. Es war Henri-Dominique Lacordaire, ein Dominikanerpater des 19. Jahrhunderts, der die Restaurierung des Klosters anstieß und damit den Orden in Frankreich neu belebte.
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