Quentovic, Archäologische Stätte nahe Montreuil-sur-Mer, Frankreich
Quentovic ist eine archäologische Stätte an der Mündung der Canche in Nordfrankreich, wo Überreste eines frühmittelalterlichen Hafens liegen. Die Grabungen erstrecken sich über mehrere Hektar und zeigen eine komplexe Hafenanlage mit Wohn- und Handwerksbereichen.
Die Stätte war ein bedeutender Handelshafen der Franken vom 6. bis 11. Jahrhundert und verlor an Bedeutung, als Sandverschlammung den Flussverkehr beeinträchtigte. Erst in den 1980er Jahren gelang es Forschern, den genauen Standort wiederzuentdecken.
Der Hafen war ein wichtiger Treffpunkt für Menschen aus verschiedenen Teilen Europas und Großbritanniens, die über den Fluss Handel trieben. Die Fundstücke zeigen, dass hier Handwerk wie Töpferei und Metallbearbeitung blühten.
Die meisten Fundstücke sind in Museen der Nordfrankreich verteilt und können dort besichtigt werden. Der Gelände selbst ist eine offene Ausgrabungsstätte, bei der man die Struktur des früheren Hafens von außen sehen kann.
Der Ort war eine wichtige Zwischenstation für englische Pilger, die im Mittelalter nach Rom reisten und die Überfahrt über den Kanal suchten. Diese Verbindung machte Quentovic zu mehr als nur einem Handelshafen.
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