Synagoge, Geschütztes religiöses Gebäude in Lunéville, Frankreich
Die Synagoge von Lunéville ist ein Gebäude mit einer rosa Sandsteinfassade, verziert mit geschnitzten Traubenkranzen, die auf frühere französische Handwerkstradition hinweisen. Das Gebäude hat einen separaten Eingang für Kinder und wirkt wie ein aristokratisches Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert.
Das Gebäude wurde 1786 unter König Ludwig XVI. errichtet, als es nur wenig Orte gab, an denen Juden öffentlich beten konnten. Es folgte nach einer langen Zeit der Einschränkungen für jüdische Gemeinden in Frankreich, die erst in diesem Jahrhundert Fuß fassen konnten.
Das Gebäude trägt heute eine hebräische Inschrift aus dem Buch der Könige, die die jüdische Identität des Ortes zeigt. Besucher können beim Betreten die bewusste Wahl sehen, jüdische Texte an einem so prominenten Ort anzubringen.
Die Synagoge liegt in der Rue Castara im Zentrum von Lunéville und ist leicht zu erreichen. Besucher sollten die religiösen Funktionen und Privaträume respektieren und im Voraus erkundigen, wann Besichtigungen möglich sind.
Der Architekt Augustin-Charles Piroux entwarf das Gebäude als einen aristokratischen Pavillon statt mit traditionellen jüdischen Symbolen, was die Notwendigkeit zeigte, diskret zu bleiben. Diese Vermeidung von sichtbaren religiösen Zeichen spiegelt die vorsichtige Haltung wider, die jüdische Gemeinden damals einnehmen mussten.
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