Sanatorium d'Aincourt, Historisches Tuberkulosekrankenhaus in Aincourt, Frankreich
Das Sanatorium d'Aincourt ist eine medizinische Anlage aus Stahlbeton mit drei identischen Gebäuden, die etwa 400 Meter voneinander entfernt sind. Jedes Gebäude verfügt über lange Terrassen und mattiertes Glas zur Trennung der Patientenzimmer, um Licht und Luft optimal zu nutzen.
Die Anlage wurde zwischen 1931 und 1933 erbaut und sollte ursprünglich Tuberkulosepatienten mit Frischlufttherapie behandeln. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie zur Internierungsstätte für Widerstandsverdächtige umfunktioniert.
Das Gelände wurde mit breiten Fenstern und offenen Loggien entworfen, um Patienten maximale Luftzirkulation zu ermöglichen. Diese architektonische Lösung prägt bis heute das Aussehen der Gebäude und erinnert an medizinische Überzeugungen der Zwischenkriegszeit.
Das Gelände ist von Kiefernwald umgeben und bietet Besuchern eine ruhige Umgebung zum Erkunden der Architektur. Die Anlage ist nicht leicht zugänglich, daher sollte man sich vorher über Besuchsmöglichkeiten und Öffnungszeiten informieren.
Die Kiefern im Umland wurden gezielt gepflanzt, um die Luftqualität für tuberculosekranke Patienten zu verbessern, eine bemerkenswert frühe Anwendung von Landschaftsgestaltung für medizinische Zwecke. Diese Naturanlage ist bis heute erhalten und bildet einen wesentlichen Teil des Gelänides.
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