Kloster Bonnecombe, Zisterzienserabtei in Comps-la-Grand-Ville, Frankreich
Die Abtei Bonnecombe ist eine mittelalterliche Klosteranlage aus Stein im Tal des Viaur, südlich von Rodez im Département Aveyron. Die Gebäude folgen dem romanischen Baustil der Zisterzienser, mit schlichten Bogengängen, einem Kreuzgang und einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert.
Die Abtei wurde 1166 von Zisterziensermönchen gegründet und entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden religiösen Zentrum in der Region. Nach der Französischen Revolution wurden die Mönche vertrieben und die Anlage wechselte mehrfach den Besitzer, bevor sie dem Verfall preisgegeben wurde.
Der Name Bonnecombe stammt aus dem Okzitanischen und bedeutet so viel wie "gutes Tal", was auf die Lage in der bewaldeten Talmulde hinweist. Heute empfangen Freiwillige Besucher und zeigen ihnen laufende Handwerks- und Naturschutzarbeiten direkt vor Ort.
Der Zugang zum Gelände erfolgt über einen Feldweg durch den Wald; festes Schuhwerk ist daher empfehlenswert. Da das Kloster ein aktives Restaurierungsprojekt ist, lohnt es sich, vor dem Besuch zu prüfen, ob Führungen oder Veranstaltungen geplant sind.
Das Kloster liegt nicht neben einer Stadt oder einem Dorf, sondern mitten im Wald, weit abseits jeder Ortschaft, was den Zisterzienserprinzipien der Abgeschiedenheit entspricht. Wer genau hinschaut, entdeckt noch heute Reste alter Wassermühlen und Kanäle, die die Mönche zur Selbstversorgung angelegt hatten.
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