Lac de Melo, Gletschersee in Haute-Corse, Frankreich
Der Lac de Melu ist ein Bergsee auf rund 1710 Metern Höhe in den Bergen der Haute-Corse, der sich durch klares, kaltes Wasser auszeichnet. Das Gewässer ist klein und intim, mit steilen Ufern, die von Gestein und niedriger alpiner Vegetation umgeben sind.
Der See entstand durch Gletscherabrasion während früherer Eiszeiten, als massive Eismassen das bergige Terrain der Haute-Corse formten. Diese geologische Geschichte prägte das Gebirge und schuf die Beckenform, die heute das Wasser hält.
Der See wird in der lokalen Sprache Lavu di Melu genannt und zeigt die sprachliche Vielfalt der Insel, die sich in vielen Gebirgsnamen widerspiegelt. Besucher hören diese Namen oft von einheimischen Führern und Wanderern, die die traditionelle Terminologie bevorzugen.
Der Zugang erfolgt über einen Wanderweg, der von der Berghütte Grotelle auf etwa 1370 Metern startet und es dauert einige Stunden hin und zurück. Die Route ist gebirgig und anspruchsvoll, daher sind gute Wanderschuhe und Ausdauer wichtig.
Wissenschaftler fanden im See eine bislang unbekannte Bakterienart, die sie nach dem Ort benannten. Diese mikroskopischen Organismen zeigen, wie isolierte Gebirgsseen eigene Ökosysteme entwickeln.
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