Lugdunum Convenarum, archäologische Stätte in Frankreich
Lugdunum Convenarum ist die Ruine einer römischen Stadt im heutigen Saint-Bertrand-de-Comminges in Frankreich und zeigt die Überreste einer Siedlung, die ein wichtiges regionales Zentrum war. An Ort und Stelle sind Teile von Straßen, Mauern, Badeanlagen, einem Theater und Fundamenten von Gebäuden erhalten, die die städtische Struktur von damals widerspiegeln.
Die Stadt wurde im ersten Jahrhundert unter Kaiser Augustus gegründet und entwickelte sich zu einem blühenden Handelszentrum mit Forum, Tempeln und öffentlichen Bädern. Im fünften Jahrhundert wurde eine schützende Mauer um den oberen Stadtteil gebaut, und später entstand im Mittelalter ein neues Zentrum um die vom heiligen Bertrand erbaute Kathedrale.
Der Name der Stätte leitet sich vom keltischen Gott Lug und dem Volk der Convènes ab und zeigt die Verschmelzung keltischer und römischer Kulturen an diesem Ort. Die Ruinen zeugen von einem Zentrum, in dem römische Lebensweisen und lokale Traditionen nebeneinander bestanden.
Der Ort ist nicht stark bebaut und hat keine großen Besucherzentren, aber Beschilderung markiert wichtige Ruinenteile und Informationstafeln erklären die Überreste. Eine selbstgeführte Erkundung mit ruhigem Tempo ist ideal, um die verstreuten Strukturen zu erkunden und mehr über das Layout der antiken Stadt zu erfahren.
Ein großes Marktgebäude namens Macellum wurde hier ausgegraben und war das größte bekannte Markthaus im westlichen Römischen Reich, wodurch die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes unterstrichen wird. Besucher übersehen oft diese beeindruckende Handelsfunktion, die über die typischen Verwaltungs- und Religionsfunktionen hinausging.
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