Kloster Buillon, Zisterzienserabtei in Chenecey-Buillon, Frankreich
Die Abbaye de Buillon ist ein Zisterzienserkloster im Doubs und zeigt die für diesen Orden typische Bauweise mit schlichter Steinarchitektur. Die Gebäude sind funktional gestaltet und verzichten bewusst auf prunkvolle Verzierungen, was den Werten des Ordens entspricht.
Gegründet von Burcard, Abt von Balerne, auf Land, das die Brüder von Chenecey stifteten, wurde die Abtei 1134 von Erzbischof Humbert de Scey geweiht. Wegen ihrer Armut „Bullio pauper“ genannt, wurde sie 1536 aufgehoben, doch manche Quellen lassen sie bis zur Revolution bestehen, als ihre Gebäude verkauft wurden.
Der Name der Abtei erscheint in alten Urkunden als Billon, Billoy oder Billy; ihre Armut brachte ihr den Beinamen „Bullio pauper“ ein. Eine Legende erzählt, Huberte de Scey habe von der Jungfrau eine Halskette aus drei Perlenreihen zum Loskauf ihres gefangenen Gatten erhalten; die Perlen wurden in der Abtei aufbewahrt. Glasierte Bodenfliesen der Kirche befinden sich heute im Musée des Beaux-Arts in Besançon.
Die ehemalige Abtei liegt in einer Flussschleife am rechten Ufer der Loue, flussaufwärts von Chenecey-Buillon, rund 18 km südlich von Besançon. Das Gelände ist heute ein landwirtschaftlicher Betrieb; zwischen den Gebäuden ist die Apsis der Kirche mit drei Rundbogenfenstern und einer Rosette erhalten. Der Abtspalast wurde zum Schloss umgebaut, glasierte Bodenfliesen aus dem Kloster liegen im Musée des Beaux-Arts in Besançon.
Der in alten Urkunden belegte Beiname „Bullio pauper“ erinnert an die anhaltende Armut des Klosters trotz Fischerei- und Weiderechten. Eine Legende erzählt, Huberte de Scey, deren Mann gefangen war, habe von der Jungfrau eine Halskette aus drei Perlenschnüren erhalten und mit einigen Perlen das Lösegeld bezahlt; die Perlen wurden im Kloster aufbewahrt.
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