L’Aigle, Steinmeteorit in der Niedernormandie, Frankreich.
L'Aigle ist ein Meteoritenfall in der Normandie, Frankreich, bei dem im April 1803 Tausende von Steinfragmenten auf einem klar abgegrenzten Gebiet südlich der Stadt L'Aigle niedergingen. Die Bruchstücke variieren in der Größe erheblich, von kleinen Splittern bis hin zu Stücken von mehreren Kilogramm, und wurden danach systematisch eingesammelt.
Der Meteorit fiel am 26. April 1803 nieder und veranlasste den Physiker Jean-Baptiste Biot im Auftrag der Französischen Akademie der Wissenschaften zur ersten systematischen Untersuchung eines Meteoritenereignisses. Seine Feldarbeit, bei der er Zeugenbefragungen mit der Kartierung der Trümmer verband, legte den Grundstein für die wissenschaftliche Erforschung solcher Ereignisse.
Der Fall von L'Aigle beendete den weitverbreiteten Zweifel daran, dass Steine aus dem Weltraum zur Erde fallen können. Noch heute gelten die gesammelten Bruchstücke als wichtige Referenzstücke in naturhistorischen Sammlungen.
Die meisten Fragmente des Meteoriten befinden sich heute in der Sammlung des Naturkundemuseums in Paris, aber einzelne Stücke sind auch in anderen französischen Museen zu sehen. Es lohnt sich, vor dem Besuch zu prüfen, welche Stücke gerade ausgestellt sind, da nicht alle dauerhaft gezeigt werden.
Die Zahl der beim Fall von L'Aigle gesicherten Bruchstücke übersteigt dreitausend und macht ihn damit zu einem der am besten dokumentierten Meteoritenfälle des frühen 19. Jahrhunderts. Biot erstellte außerdem eine detaillierte Karte des Streufeldes, die zeigte, wie die Fragmente je nach Gewicht über das Gelände verteilt waren.
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