Château de Fléchères, Renaissanceschloss in Fareins, Frankreich
Das Château de Fléchères ist ein Wohnschloss des 17. Jahrhunderts, das zwischen 1610 und 1616 auf einem von tiefen Gräben umgebenen Feudalhügel in Fareins errichtet wurde. Der Grundriss bewahrt vier quadratische Ecktürme und eine Steinbrücke über die Gräben, die zu einem zentralen Logis mit barockem Eingang und sieben Fenstern auf zwei Geschossen führt, flankiert von rechtwinkligen Flügeln. Einst öffnete sich nach Süden ein französischer Garten mit einem Becken und einem monumentalen Brunnen.
Fléchères ging aus einem befestigten Haus des 12. Jahrhunderts hervor, das eine Furt über die Saône bewachte. Jean de Sève, Finanzempfänger der Généralité Lyon, erwarb die Baronie 1606 und ließ das heutige Schloss zwischen 1610 und 1616 in einem einzigen Bauabschnitt errichten. Ein Brand von 1793 beschädigte die Dächer der Wirtschaftsgebäude, Möbel und Archive. Von 1829 bis 1970 gehörte das Gut der Familie Artaud de la Ferrière.
Pietro Ricchi schuf 1632 umfangreiche Fresken im Inneren und hinterließ damit die größte Sammlung früher italienischer Malerei des 17. Jahrhunderts in Frankreich. Die Wandmalereien erzählen Geschichten aus der Antike und Mythologie, die noch heute die Räume prägen.
Die Anlage ist während der Öffnungszeiten für Besucher zugänglich, die Gärten und die Innenräume können während geführter Touren erkundet werden. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen, da das Gelände ausgedehnt ist und mehrere Ebenen des Schlosses zu Fuß erreichbar sind.
Im zentralen Wohntrakt befindet sich ein protestantischer Tempel von 250 Quadratmetern: Seit dem Edikt von Nantes 1598 war reformierter Gottesdienst nur in Herrschaften mit hoher Gerichtsbarkeit erlaubt, und Fléchères war eine Baronie mit voller Gerichtsbarkeit. Jean de Sève, der das heutige Schloss zwischen 1610 und 1616 errichtete, konnte ihn deshalb im Mittelbau einrichten, nicht in einem oberen Geschoss.
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