Pech de l’Azé, Prähistorische Ausgrabungsstätte in Carsac-Aillac, Frankreich
Pech de l'Azé ist ein prähistorisches Ausgrabungsgelände mit fünf Höhlen in der Énéa-Talsenke unweit der Dordogne im Südwesten Frankreichs. Die Höhlenkomplexe bewahren archäologische Schichten aus verschiedenen prähistorischen Perioden und dokumentieren menschliche Besiedlung über lange Zeiträume.
Das Gelände wurde 1816 entdeckt und erhielt 1927 den Status eines historischen Denkmals, was umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen auslöste. Seitdem haben Ausgrabungen die lange Geschichte menschlicher Präsenz in der Region von der Altsteinzeit bis zum Jungpaläolithikum dokumentiert.
Das Gelände zeigt Spuren von Neandertaler-Aktivitäten, insbesondere die Überreste eines Kindes und Manganoxid-Blöcke, die als Farbmittel dienten. Diese Fundstücke offenbaren, wie die frühen Bewohner ihre Umgebung nutzten und welche Materialien ihnen zur Verfügung standen.
Das Gelände ist nicht frei zugänglich und erfordert vorherige Genehmigung für einen Besuch zum Schutz der archäologischen Überreste. Besucher sollten sich an lokale Behörden oder Museen in der Region wenden, um Informationen zur Besichtigung und den erforderlichen Verfahren zu erhalten.
Forschungen am Gelände haben sieben unterschiedliche geologische Phasen identifiziert, die detaillierte Einblicke in die menschliche Aktivität während der Quartärzeit ermöglichen. Diese mehrschichtigen Ablagerungen bilden ein seltenes Archiv für die Rekonstruktion von Veränderungen in der menschlichen Nutzung über sehr lange Zeiträume hinweg.
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