La Chapelle-aux-Saints 1, Hominidenfossil in Corrèze, Frankreich
La Chapelle-aux-Saints 1 ist ein Skelett eines männlichen Neandertalers aus einem Kalksteinhöhlenfund. Das Exemplar zeigt einen vollständigen Schädel, Gesichtsknochen und weitere Skelettteile eines Individuums, das etwa 40 Jahre alt wurde.
Drei Archäologen gruben dieses Skelett 1908 aus und machten es zu einem der ersten vollständigen Neandertal-Exemplare überhaupt. Der Fund in dieser Höhle eröffnete Wissenschaftlern völlig neue Erkenntnisse über unsere ausgestorbenen Verwandten.
Die Überreste wurden 1911 untersucht und trugen damals wesentlich zu neuem Wissen über Neandertaler bei. Dieses Skelett half Wissenschaftlern, besser zu verstehen, wie unsere früheren Verwandten aussahen und lebten.
Das Skelett wird in wissenschaftlichen Sammlungen aufbewahrt und ist nicht in einem Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Wer es studieren möchte, braucht Zugang zu Forschungseinrichtungen, die sich auf Paläoanthropologie spezialisieren.
Das Individuum hatte starke Zahnprobleme und schwere Arthritis, was darauf hindeutet, dass es von der Gruppe Hilfe brauchte, um Nahrung zu verarbeiten. Solche Hinweise auf Fürsorge und gegenseitige Unterstützung sind selten in frühen menschlichen Fossilien zu beobachten.
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