Pont de Tancarville, Hängebrücke in Tancarville, Frankreich
Der Pont de Tancarville ist eine Hängebrücke über die Seine in der Normandie, die Tancarville mit Quillebeuf-sur-Seine verbindet. Die Konstruktion aus Beton und Stahl erhebt sich auf hohen Pylonen und bildet mit ihrer Hauptspannweite von 608 Metern (knapp 2000 Fuß) einen markanten Bogen über den Fluss.
Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1956 und dauerten drei Jahre, bis die offizielle Einweihung am 2. Juli 1959 stattfand. Damals war es die längste Hängebrücke Europas und brachte erstmals eine feste Straßenverbindung über die untere Seine.
Die Brücke gilt als Monument des französischen Nachkriegswiederaufbaus und zeigt die ehrgeizigen Infrastrukturprojekte jener Zeit. Ihre Silhouette prägt die Landschaft der Seine-Mündung und wurde zum Wahrzeichen der Region.
Das Bauwerk ist für Autos, Lastwagen und Motorräder befahrbar und bietet Fußgängern und Radfahrern separate Wege entlang der Fahrbahn. Die Zufahrt erfolgt über die Nationalstraßen auf beiden Seiten des Flusses, und die Durchfahrt ist gebührenpflichtig.
Eine umfassende Sanierung zwischen 1996 und 1999 ersetzte die korrodierten Tragkabel und erneuerte die Fahrbahnränder, um die Sicherheit zu gewährleisten. Während der Arbeiten blieb die Brücke für den Verkehr geöffnet, was eine technische Herausforderung darstellte.
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