Pont du Diable, Historisches Brückenbauwerk in Villemagne-l'Argentière, Frankreich
Der Pont du Diable ist eine Steinbogenbrücke aus dem 18. Jahrhundert in Villemagne-l'Argentière, einem kleinen Ort in der Region Okzitanien im Süden Frankreichs. Die Brücke überspannt den Fluss Mare mit zwei Rundbögen, wobei der größere Bogen den gesamten Fluss überquert.
Die Brücke wurde im 18. Jahrhundert errichtet, um Kohlelieferungen aus nahegelegenen Bergwerken zu erleichtern und lokale Industrien wie die Glasfabrik in Hérépian zu versorgen. Im Jahr 1936 wurde sie als Monument historique inscrit unter Denkmalschutz gestellt.
Die Brücke trägt den Namen des Teufels, einer in französischen Brückensagen häufigen Figur; für diesen Übergang ist jedoch keine lokale Erzählung belegt. Belegt ist ihre industrielle Rolle: Kohle und Braunkohle aus Graissessac wurden hier zur königlichen Glashütte von Hérépian gebracht. Die Brücke gehört der Gemeinde und ist seit dem 27. Mai 1936 als Monument historique eingetragen.
Die Brücke trägt eine nur 4 m breite Fahrbahn, die vom linken Ufer steil ansteigt und ab dem Scheitel des Bogens fast waagerecht verläuft; die Überquerung ist kurz, aber uneben. Das Bett der Mare hat sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts stark verändert, und heute liegt unterhalb der Brücke ein Wasserfall.
Die Fahrbahn der Brücke hat auf der linken Seite ein deutliches Gefälle, das sich zur Mitte hin fast vollständig abflacht, was auf eine bewusste Entscheidung der Erbauer hindeutet, um den Transport schwerer Lasten zu erleichtern. Die mittlere Pfeiler ist zudem mit einem dreieckigen Vorsprung, dem sogenannten Avant-bec, versehen, der den Wasserstrom ableitet und die Konstruktion seit Jahrhunderten stabil hält.
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