Abbey of Saint Martial, Limoges, Romanische Abtei in Limoges, Frankreich
Die Abtei Saint-Martial ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Limoges, von dem nur die Krypta aus dem 10. Jahrhundert unter der Place de la République erhalten ist. Die niedrigen Steinruinen liegen unter einer Betonplatte: raues beige-graues Mauerwerk, eine dicke Mauer aus gestapelten Steinen mit einer vertieften Öffnung sowie ein Haufen rechteckiger Blöcke und Platten, darunter ein aufrecht stehender zylindrischer Stein. Die Krypta birgt die Gräber des heiligen Martial, des ersten Bischofs von Limoges, und der heiligen Valerie.
Das Kloster wurde 848 unter Karl dem Kahlen gegründet und entwickelte sich zu einem großen religiösen Zentrum der Region. Die Anlage wurde während der Französischen Revolution 1791 aufgelöst.
Das Skriptorium der Abtei brachte Gregorianik, Tonare und frühe Mehrstimmigkeit hervor; Adémar de Chabannes, dort Anfang des 11. Jahrhunderts Kantor und Notator, komponierte Sequenzen und Musik für eine Festoktav des heiligen Martial. Handschriften wie Pa 1139 überliefern die Schwanensequenz (um 850) und zweistimmige aquitanische Sätze. In die Krypta gelangt man über eine Treppe von der Place de la République.
In die Krypta gelangt man über eine Treppe von der Place de la République hinab, der Eintritt ist frei. Die 2015 begonnenen Grabungen im Vorfeld der Umgestaltung des Platzes führten zur Schließung der Anlage; bis Ende 2017 war kein Wiedereröffnungstermin bekannt. Vor einem Besuch sollte man sich vor Ort erkundigen.
Im Jahr 1031 wurde der heilige Martial zum apostolischen Status erhoben, was die Wallfahrtsaktivität deutlich verstärkte. Dies machte das Kloster zu einem wichtigen Ort zwischen Tours und Santiago für reisende Pilger.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.631 Mitwirkenden weltweit.
