Fort de Brégançon, Präsidentenfestung in Bormes-les-Mimosas, Frankreich.
Das Fort de Brégançon ist eine Festung auf einer Felsinsel 35 Meter über dem Mittelmeer, die durch einen von General de Gaulle veranlassten Damm mit der Küste bei Bormes-les-Mimosas verbunden ist. Der Hauptbau ist ein langer rechteckiger Block aus hellbeigem Mauerwerk mit flachem Dach und einer Reihe kleiner Fenster; links umschließt eine niedrigere Zinnenmauer eine Terrasse. Die Insel misst rund 2.000 m², und unter den späteren Anlagen ist das mittelalterliche Torhaus mit zwei Rundtürmen und einem in den Fels gehauenen Graben erhalten.
Die Befestigung entstand in der Merowingerzeit als Schutz gegen Seeräuber und wurde im Mittelalter erweitert. 1968 wurde die Anlage zur Sommerresidenz der französischen Präsidenten bestimmt und empfing seitdem zahlreiche internationale Gäste.
Der Name stammt aus dem Provenzalischen Bregançoun, im 6. Jahrhundert als Pergantion und um 1200 als de Breganzone belegt. Auf der Insel lagen ein ligurisches Oppidum und später ein griechischer Handelsstützpunkt. Seit 1968 dient das Fort dem Staatspräsidenten als Sommerresidenz; General de Gaulle ließ den künstlichen Damm zum Festland bauen, und François Mitterrand empfing dort 1985 Bundeskanzler Helmut Kohl.
Das Fort steht auf einer 35 Meter hohen Felsinsel, die über einen von General de Gaulle angeordneten Damm mit dem Cap Bénat verbunden ist; eine Aufschüttung dient als Parkplatz der Bediensteten und als Hubschrauberlandeplatz. Die Anlage ist klassifiziertes Monument und Staatsresidenz, der Zugang also nicht durchgehend möglich – vor der Anreise nach Bormes-les-Mimosas informieren.
Das Anwesen wechselt zwischen privater Nutzung durch das Staatsoberhaupt und öffentlichen Besichtigungen, wobei das Centre des Monuments Nationaux den Besucherzugang verwaltet. Die Küstenlage machte die Festung über Jahrhunderte zu einem strategischen Beobachtungspunkt für Schiffsbewegungen im westlichen Mittelmeer.
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