Maubeuge Abbey, Mittelalterliche Abtei in Maubeuge, Frankreich
Die Abtei Maubeuge war ein Frauenkloster in Maubeuge in der Grafschaft Hennegau, heute Nordfrankreich nahe der belgischen Grenze. Sie wurde 661 von der heiligen Aldegundis als Doppelkloster zur Pflege der Kranken gegründet, wurde später ein Benediktinerinnenkloster und dann eine Gemeinschaft von regulierten Chorfrauen nach der Regel des heiligen Augustinus. Die Abtei wurde 1791 während der Französischen Revolution aufgelöst.
Das Kloster wurde 661 von der heiligen Aldegonde gegründet und begann als Doppelgemeinschaft mit männlichen und weiblichen Ordensangehörigen. Später wechselte es von der benediktinischen zur augustinischen Regel und prägte damit die religiöse Landschaft der Region nachhaltig.
Die Kanonissen des Klosters trugen besondere goldene Medaillons mit einem emaillierten Bild der heiligen Aldegonde, die an blauen Bändern mit goldenen Quasten hingen. Diese Abzeichen waren ein sichtbares Zeichen ihrer religiösen Gemeinschaft und machten die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft deutlich.
Das Kloster liegt in Maubeuge im Département Nord, unweit der belgischen Grenze. Die Stadt entstand rund um das Kloster, der Zugang erfolgt daher vom Stadtzentrum aus. Da das Kloster 1791 aufgelöst wurde, sollte man sich vor Ort erkundigen, welche Reste und Gebäude besichtigt werden können.
Um zum Kapitel zugelassen zu werden, musste eine Kandidatin acht Generationen militärischen und ritterlichen Adels in ihrer Abstammung nachweisen. Die Abtei prägte zudem ab 1388 bis ins 16. Jahrhundert eigene Bleidenare, die in weiten Teilen des heutigen Belgien zirkulierten.
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