Abbey of Saint-Sauveur-le-Vicomte, Mittelalterliche Benediktinerabtei in Saint-Sauveur-le-Vicomte, Frankreich.
Die Abtei Saint-Sauveur-le-Vicomte steht etwas abseits des Ortes, im Südosten, im Département Manche. Ihre Kirche wurde ab 1839 wieder aufgebaut und 1856 geweiht; sie ist sechsundsechzig Meter lang. Die Mauern aus rauem grauem und braunem Stein tragen steile Schieferdächer; hohe gotische Spitzbogenfenster mit dunklem Maßwerk wechseln mit flachen Strebepfeilern, und hinter einem vorspringenden Bauteil mit kleinen Steinreliefs erhebt sich ein kurzer quadratischer Turm mit steinernem Pyramidendach.
Das Kloster wurde im 11. Jahrhundert von Néel de Néhou gegründet und erlebte im Hundertjährigen Krieg schwere Zerstörungen durch englische Truppen. Nach deren Abzug in der Mitte des 15. Jahrhunderts begann ein langer Wiederaufbau, der dem Gebäude sein heutiges Erscheinungsbild gab.
Das Kloster wird heute von einer Gemeinschaft von Schwestern bewohnt, die das Erbe von Marie-Madeleine Postel weiterführen. In den Räumen und dem Kreuzgang spürt man noch immer den Alltag einer lebendigen religiösen Gemeinschaft.
Die Anlage befindet sich im Zentrum von Saint-Sauveur-le-Vicomte und ist zu Fuß vom Stadtmarktplatz aus leicht zu erreichen. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch zu prüfen, welche Bereiche zugänglich sind, da ein Teil des Komplexes noch von der Gemeinschaft genutzt wird.
Marie-Madeleine Postel erwarb das verfallene Kloster 1832, als die Gebäude nach der Französischen Revolution als Ruine dastanden. Sie wurde später heiliggesprochen, und ihre sterblichen Überreste werden noch heute in der Klosterkapelle aufbewahrt.
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