Château de Mortefontaine, Historisches Schloss in Mortefontaine, Frankreich
Das Schloss Mortefontaine ist ein Steingebäude mit klassischer französischer Architektur, symmetrischen Flügeln und großen Fenstern, die auf einen zentralen Innenhof blicken. Die umgebenden Gärten und die gesamte Anlage zeigen die Liebe zum Detail und die handwerkliche Qualität der frühen Neuzeit.
Philippe Hotman, Herr von Plailly-Montmélian, ließ das Schloss zwischen 1600 und 1630 errichten. 1654 wurde die Herrschaft für Jacques le Coigneux zum Marquisat erhoben, doch der Verwaltungssitz blieb in Plailly. Joseph Bonaparte nutzte es von 1798 bis 1814 als Landsitz; danach diente es von 1949 bis 1958 als Schule und ab 1987 als Luxushotel.
Joseph Bonaparte machte das Schloss von 1798 bis 1814 zu seinem Landsitz, wodurch es zu einem Zentrum des Gesellschaftslebens wurde. Im April 1800 fanden hier die Verhandlungen zwischen französischen und amerikanischen Gesandten statt, die zur Konvention von Mortefontaine führten. Der spätere König Oskar I. von Schweden wohnte als Kind hier bei seiner Mutter Desideria und ihrer Schwester Julie Clary, der Frau Josephs.
Da das Schloss ein privates Wohnhaus ist, sind Besichtigungen normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Wer die Außenfassade und die Gärten sehen möchte, kann die Anlage von außen besichtigen oder sich über Öffnungstage informieren.
Der englische Landschaftspark wurde ab 1770 von Louis III Le Peletier, einem Freund René-Louis de Girardins, nach dem Vorbild von Ermenonville angelegt. Er umfasste einen chinesischen Pavillon, einen Obelisken, eine Säule, ein Tal der Gräber, ein Eishaus unter einem Pavillon und zahlreiche Tierstatuen. Auf diesem Teil des Anwesens ist davon nichts Erhebliches erhalten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.004 Mitwirkenden weltweit.