Pont de Saint-Cloud, Metallbrücke über die Seine zwischen Boulogne-Billancourt und Saint-Cloud, Frankreich
Die Pont de Saint-Cloud ist eine Metallbrücke, deren einteiliger Überbau mit hellgrünen Kupferverkleidungen die Seine in einem einzigen Bogen überspannt. Sie ruht auf sechs Reihen zylindrischer Stahlbetonsäulen, und zwei gelbe rautenförmige Schilder sind an der Kante des Überbaus angebracht. Die Brücke verbindet Boulogne-Billancourt und Saint-Cloud und trägt die RD 907.
Die erste Brücke ist für 841 belegt, während eines Konflikts zwischen Karl dem Kahlen und Lothar I.; sie war ein hölzerner Steg, der Mühlen trug. Heinrich II. ersetzte ihn 1556 durch eine Steinbrücke mit elf Bögen, die während der Zweiten Fronde abgebrochen wurde. Napoleon ordnete 1808 den Wiederaufbau an; das Metalldeck auf sechs Reihen Stahlbetonstützen stammt vom Wiederaufbau 1940.
Der Überlieferung nach durfte kein französischer König die Brücke überqueren, ohne eines plötzlichen Todes zu sterben; die Herrscher setzten daher per Boot über die Seine. Der Leichenzug Franz' I. zog über die Brücke und beendete den Brauch. Alfred Sisley malte sie 1877, und von 1958 bis 1965 hatte die Bildhauerin Geneviève Pezet ihr Atelier auf einem am Pont de Saint-Cloud vertäuten Lastkahn.
Die Brücke trägt die RD 907 zwischen der avenue du Maréchal-de-Lattre-de-Tassigny in Boulogne-Billancourt und der place Georges-Clemenceau in Saint-Cloud. Auf beiden Ufern führen unterirdische Gänge Fußgänger zu den Kaianlagen, ohne die Fahrbahn zu nutzen. Die Station Boulogne - Pont de Saint-Cloud, westliche Endstation der Métrolinie 10, wurde am 2. Oktober 1981 eröffnet.
Die Fahrbahn ist eine Metallkonstruktion mit Kupferverkleidung von Raymond Subes, die in einem Stück auf sechs Reihen Stahlbetonsäulen ruht. Die Malerin und Bildhauerin Geneviève Pezet hatte von 1958 bis 1965 ihr Atelier in einem am Pont de Saint-Cloud vertäuten Lastkahn. Eine Zählung von 2007 ergab 34.745 Fahrzeuge pro Tag.
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