Bataville, Industrielles Kulturerbe in Moussey und Réchicourt-le-Château, Frankreich.
Bataville ist ein großes Fabrikgelände mit Arbeiterwohnungen, das zwischen 1931 und 1940 errichtet wurde und aus Betongebäuden, Wohnhäusern, einer Schule und einem sozialen Zentrum besteht. Die Anlage erstreckt sich über zwei Orte und zeigt die Architektur der Industriemoderne dieser Epoche.
Das Gelände wurde 1931 von Tomáš Baťa, einem tschechischen Schuhindustriellen, als Teil seines weltweiten Fabriknetzwerks gegründet. Die Anlage entstand als Versuch, eine ideale Arbeiterstadt mit etwa 15.000 Einwohnern zu schaffen.
Die Siedlung zeigt, wie Arbeiterfamilien im 20. Jahrhundert zusammen mit ihrer Fabrik leben sollten, mit Schulen und Läden in unmittelbarer Nähe. Dieses Nebeneinander von Wohn- und Arbeitsflächen prägt bis heute das Gesicht des Ortes.
Die beste Zeit zum Besuch ist bei gutem Wetter, wenn man die Gesamtanlage von außen sehen kann. Man sollte bequeme Schuhe tragen, um die verschiedenen Bereiche zu erkunden.
Während der Baťa-Konzern weltweit Dutzende ähnlicher Fabrikstädte errichtete, ist Bataville die einzige französische Niederlassung dieser Art. Dieses singuläre Beispiel macht das Gelände zu einem besonderen Ort, um internationale Industrieambitionen des 20. Jahrhunderts zu verstehen.
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