Andone Castrum, Mittelalterliche Befestigung in Villejoubert, Frankreich.
Andone Castrum ist eine mittelalterliche Befestigungsanlage aus Stein mit Mauern von etwa 2 Metern Breite und bis zu 4 Metern Höhe, die von zwei Eingangstoren nach Osten und Westen zugänglich war. Innerhalb der unregelmäßig ovalen Umfassungsmauer befanden sich sieben Steingebäude und zwei Höfe, die zusammen etwa 1.200 Quadratmeter bedeckten.
Die Anlage entstand Ende des 10. Jahrhunderts und wurde von den Grafen von Angoulême erbaut, die sie als Wohnresidenz nutzten. Sie wurde zwischen 1020 und 1028 verlassen und verfiel danach allmählich.
Der Ort war Heimat einer wohlhabenden Bevölkerung, die ihre Status durch handwerkliche Gegenstände und persönliche Besitztümer zur Schau stellte. Die Überreste zeigen, wie Menschen des Mittelalters hier täglich lebten und arbeiteten.
Das Gelände ist eine Ausgrabungsstätte mit schützenswerten Überresten, die am besten bei trockenem Wetter zu erkunden sind. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben ist und der Zugang je nach Saison unterschiedlich sein kann.
Überreste von Tieren zeigen, dass die Bewohner hauptsächlich Schweinefleisch konsumierten, während Jagd auf Hirsche und Vögel selten vorkam. Diese Speisegewohnheiten geben Einblick in die Ernährungsweise der mittelalterlichen Aristokratie.
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