St-Fiacre, Gotische Kapelle in Le Faouët, Frankreich.
Chapelle Saint-Fiacre du Faouët ist eine gotische Kapelle in der Bretagne mit einem Glockenturm, der zwei schlanke Türmchen trägt, sowie mit verzierten Strebepfeilern und Spitzbögen. Das Gebäude entstand in den Jahrzehnten zwischen 1450 und 1480 und verbindet religiöse Funktion mit kunstvollem Außenbau.
Ein wiederverwendeter Stein in einem Nachbarhaus belegt, dass ein Mitglied der Familie von Boutteville hier 1436 ein Pilgerhospital gründete, was eine ältere Kapelle oder Wallfahrt vermuten lässt. Die heutige Kapelle entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts; eine Inschrift am Lettner datiert ihre Fertigstellung auf 1480, der Bau wird auf 1450–1480/90 datiert. 1889 wurde sie als Monument historique eingetragen.
Die Kapelle ist dem heiligen Fiacrius geweiht, einem irischen Eremiten des 7. Jahrhunderts, der sich bei Meaux niederließ. Ihr bemalter hölzerner Lettner, von Olivier Le Loergan geschnitzt und 1480 vollendet, wurde 1951 restauriert, um die ursprüngliche Farbfassung wiederherzustellen. Das Pardon findet am letzten Sonntag im August statt; die Kapelle gehört der Gemeinde.
Die Kapelle liegt etwa 2,5 km südlich des Ortskerns von Le Faouët an der Departementsstraße 790 nach Quimperlé; man erreicht sie mit dem Auto oder zu Fuß, nicht vom Ortskern aus. Das Gebäude gehört der Gemeinde. Das Pardon findet am letzten Sonntag im August statt, wenn die Kapelle ihre traditionelle Prozession empfängt.
Die Inschrift des Lettners nennt seinen Schöpfer Olivier Le Loergan und das Jahr 1480: „L'AN 1480 FUT FAIT CEST HEVPVRE P[AR] OLIVI[ER] LE LOERGA[N] OVPVRIER“. Der 2,15 Meter dicke Westgiebel trägt einen Glockenstuhl mit rundbogigen Zwillingsöffnungen, gekrönt von einer leichten achteckigen Spitze mit Krabben an den Kanten.
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