Château de Rouville, Renaissanceschloss in Le Malesherbois, Frankreich.
Das Château de Rouville ist ein Schloss mit vier markanten Türmen und Renaissance-Revival-Architektur in der Gemeinde Le Malesherbois. Die Fassaden sind mit mehreren Fenstern versehen, die Ausblicke auf das Essonne-Tal und die umliegenden Wälder bieten, während das Gebäude auf älteren mittelalterlichen Grundlagen errichtet wurde.
Das Schloss wurde 1492 von Hector de Boissy, dem Pantoffelmeister von Karl VIII., auf den Überresten einer Befestigung aus dem 9. Jahrhundert erbaut. Im 19. Jahrhundert wurde es umfassend renoviert und erhielt dabei Einrichtungselemente von anderen Herrenhäusern.
Das Schloss trägt den Namen seiner ursprünglichen Familie und spiegelt in seiner Gestaltung die Verbindung zwischen Renaissance-Ideal und lokaler Tradition wider. Die Innenausstattung zeigt Handwerkselemente, die aus benachbarten Herrensitzen stammen und von Besitzern verschiedener Epochen zusammengebracht wurden.
Der GR 655-Wanderweg, der die Via Turonensis-Pilgerroute folgt, verläuft in der Nähe des Schlosses und bietet eine natürliche Möglichkeit, die Gegend zu erkunden. Besucher können die Aussicht auf das Tal und die Wälder am besten bei gutem Wetter genießen, wenn die Fenster des Schlosses die Landschaft deutlich rahmen.
Unterhalb des Schlosses befand sich ein Eishaus, in dem im Winter Blöcke aus dem gefrorenen Essonne-Fluss gesammelt und gelagert wurden. Diese Eismasse diente der Konservierung von Lebensmitteln lange vor dem Aufkommen von Kühlgeräten und zeigt die Innovationen, die frühere Bewohner entwickelten.
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