Commanderie d'Épailly, Mittelalterliche Kommende in Courban, Frankreich
Die Commanderie d'Épailly ist eine mittelalterliche Ordenskommende in Courban mit einer Kapelle aus Stein, Kellergewölben und mehreren Wirtschaftsgebäuden. Das Ensemble wird von einer Umfassungsmauer zusammengehalten, ergänzt durch einen Wehrturm und Taubenschlag.
Die Kommende wurde um 1200 von den Templerrittern gegründet und erhielt ab 1210 bedeutende Schenkungen von Milon, Graf von Bar-sur-Seine. Anders als viele Templerbesitzungen ging sie nach der Auflösung des Ordens nicht an die Johanniter über, da Papst Clemens V. sie 1308 an Othon I. von Grandson vergab.
Die Kapelle Saint-Georges zeigt die religiöse Praxis der mittelalterlichen Ritterorden in Frankreich durch ihre Architektur und Ausstattung. Der Raum spiegelt wider, wie diese Gemeinschaften ihren Glauben im Alltag praktizierten und ihre Güter verwalteten.
Das Gelände ist heute weitgehend privat, daher sind Besichtigungen normalerweise nur von außen möglich. Besucher können die äußere Struktur des Komplexes und die Umfassungsmauer vom Weg aus betrachten, um die ursprüngliche Anordnung zu verstehen.
Die Kommende folgte nach ihrer Gründung nicht dem typischen Weg der Templerorden und behielt ihre Unabhängigkeit, als die meisten anderen Besitzungen an neue Herren übergingen. Diese seltene Kontinuität unter demselben Herrscherhaus über Jahrhunderte macht die Anlage zu einem außergewöhnlichen Beispiel für Ordenslandgüter.
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