Château de la Beuvrière, Denkmalgeschütztes Schloss in Grez-Neuville, Frankreich.
Das Château de la Beuvrière ist ein Schloss des 19. Jahrhunderts in Grez-Neuville im Département Maine-et-Loire, errichtet um 1867 an der Stelle eines älteren, 1864 abgebrochenen Schlosses. Seine hellgraue Steinfassade wird von zwei Pavillons gerahmt und von zwei Ecktürmchen mit Kegeldächern flankiert; eine Steintreppe mit Balustrade führt zur mittleren Tür unter einem gemeißelten Steinbalkon. Die hohen Schieferdächer tragen Gauben mit Dreiecksgiebeln und Fialen, und der ab 1893 vom Architekten Dainville errichtete Westflügel endet in einem runden Turm mit Maschikulis. Das Schloss steht an einem Teich in einem Park.
Die Herrschaft La Beuvrière ist ab 1384 belegt, als Jean Valleaux als ältester bekannter Herr genannt wird. Dieselbe Familie hielt sie vier Jahrhunderte lang durch Heiratsverbindungen und ging an die Familien d'Orvault, Hullin de la Selle und de Terves über; die de Terves besaßen sie von 1765 bis zum Kauf durch Paul Dognin 1909. Das alte Schloss wurde 1864 abgerissen, das heutige um 1867 nach Plänen von Chesneau errichtet, dessen Westflügel und runder Turm ab 1893 von Dainville vollendet wurden. Ab 1927 wurde das Gut aufgeteilt und seine abhängigen Höfe verkauft.
Der Name Beuvrière lebt in den vom Gut abhängigen Höfen fort, die 1927 verkauft wurden: Basse-Beuvrière, Haute-Beuvrière, la Talonnière, le Vau, le Souchet, la Roberderie und le Petit-Feudonnay. Eine um 1500 von René Valleaux gegründete Kapelle wurde durch die 1893 geweihte ersetzt. Dieselbe Familie hielt das Land vier Jahrhunderte und wechselte durch Heiraten den Namen: d'Orvault, Hullin de la Selle, dann de Terves.
Das Schloss steht am Rand eines Teichs auf einem ländlichen Gut in Grez-Neuville. Man erreicht es über die Straße vom Ortszentrum aus; das Gelände um das Gebäude ist flach und grasbewachsen. Die nach 1861 errichteten Wirtschaftsgebäude des Guts stehen getrennt vom Schloss.
Der runde Turm mit Zinnen ist eine Besonderheit, die dem Gebäude eine Festungssilhouette verleiht, auch wenn er erst in den 1890er Jahren hinzugefügt wurde. Diese späte Ergänzung zeigt, wie man bewusst mittelalterliche Merkmale in ein neuzeitliches Projekt integrierte.
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