Chateau de Barbentane, Schloss und historisches Monument in Barbentane, Frankreich.
Das Schloss Barbentane ist ein barockes Lustschloss, das 1674 von dem Architekten Louis-François de Royers de la Valfenière für Paul-François I. de Puget begonnen wurde. Die hellbraune Steinfassade hat einen Mittelrisalit mit rundbogigem Portal und Oberlicht, Balkon und geschwungenem Giebel, Reihen hoher Fenster mit hellen Läden und eine Balustrade mit Steinurnen. Eine Steintreppe führt von einem Rasen mit kleinem Becken und Statue hinauf.
Begonnen 1674 für Paul-François I. de Puget, Mitherr von Barbentane, wurde der Bau vom Avignoner Architekten Louis-François de Royers de la Valfenière entworfen. Sein Sohn Paul-François II. ließ ihn 1741 mit den flachen, gedrückten Gewölben umgestalten, für die er bekannt wurde, und Balthazar de Puget, Gesandter Ludwigs XV. in der Toskana, verschönerte das Innere. Hilarion Paul de Puget, einst Offizier des Königs, bewahrte ihn während der Revolution, indem er den Rang eines Generals annahm.
Die Familie de Puget, Mitherr von Barbentane, besitzt das Schloss noch heute; 1907 kam es nach der Zeit Pierre Terrays ab 1876 an sie zurück. Balthazar de Puget de Barbentane, mit zwanzig Jahren Gesandter Ludwigs XV. in der Toskana und Kammerherr des Herzogs von Orléans, verschönerte im 18. Jahrhundert die Innenräume. Man nennt es das „Petit Trianon de la Provence“.
Das Schloss ist seit 2014 nicht mehr zu besichtigen, Stuck und Marmor im Inneren bleiben unzugänglich. Vom Dorf aus kommt man jedoch an der Fassade mit ihrer Steintreppe vorbei; die Südterrasse blickt zum Tour de Barbentane und zur Montagnette.
Das Schloss diente in den 1970er-Jahren als Kulisse für die Fernsehserie Les Gens de Mogador, sein bekanntester Auftritt unter zahlreichen Dreharbeiten. Von 1972 bis 2014 war es zu besichtigen, dann wurde der Besuch eingestellt.
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