Château de La Roche-Jagu, Mittelalterliche Burg und Park in Ploëzal, Frankreich.
Das Château de La Roche-Jagu in Ploëzal ist ein befestigtes Haus aus dem 15. Jahrhundert, bestehend aus einem einzigen tiefen Gebäudekörper, dessen Eingangstür von einer Nische überragt wird. Das erste Obergeschoss besitzt noch seine Steinfenster mit Mittelpfosten; das zurückgesetzte zweite Obergeschoss und das Dach wurden stark umgebaut, und die Flussfassade behält ihren Wehrgang. Die Küche ist der einzige erhaltene Raum.
Die ältesten Teile dieses festen Hauses stammen aus dem späten Mittelalter. 1773 verkaufte Marschall de Richelieu das Schloss an Mme Le Gonidec de Tressan. Vicomte Gaëtan d'Ales vermachte es dem Staat, und seit 1958 gehört es dem Departementsrat der Côtes-d'Armor; 1968 wurde es restauriert. Am 25. Juni 1930 wurde es als Monument historique klassifiziert, am 27. Januar 1969 folgten die Umfassungsmauer, das Tor und die Pavillons.
Das möbellose Schloss zeigt jedes Jahr eine Wechselausstellung, etwa 2006 zum Flachs und 2018 zur Odyssee der Gewürze. Die frei zugänglichen Gärten sind in mittelalterlich inspirierten Beeten angelegt – Küchengarten, Heilpflanzengarten, Bouquetier – ergänzt um 350 Kameliensorten.
Der Zutritt erfolgt tagsüber, und es empfiehlt sich, bequeme Schuhe mitzubringen, da der Weg zum Schloss bergauf führt und das Gelände unebenes Terrain aufweist. Die beste Zeit für einen Besuch ist der späte Vormittag oder frühe Nachmittag, wenn das Licht die Details der Architektur und des Parks besonders hervorhebt.
Neben den 350 Kameliensorten und den Schmiedeeisen-Skulpturen von Marc Didou entlang der Wege zum Promontorium steht im herrschaftlichen Garten „Voyage Intérieur“ von Béatrice Coron. Der Sturm von 1987 verwüstete die Pflanzungen; der Landschaftsarchitekt Bertrand Paulet leitete danach ihre Wiederherstellung.
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