Château de la Rochefoucauld, Klassisches Schloss in Liancourt, Frankreich.
Das Château de la Rochefoucauld ist ein Schloss mit klassischer Architektur in Liancourt, dessen Überreste an der Avenue d'Île de France zu sehen sind. Die erhaltenen Gebäudeteile zeigen typische Merkmale der Baukunst aus dem 17. Jahrhundert mit symmetrischen Fassaden und zeitgenössischen Details.
Der Bau des Schlosses begann im 17. Jahrhundert unter der Familie Du Plessis, die eine ältere Festung in eine prächtige Residenz verwandelte. Im Laufe der Zeit prägte das Schloss die Geschichte und Entwicklung des Ortes Liancourt.
Der Name verweist auf die Familie La Rochefoucauld, doch die Quellen belegen die aufeinanderfolgenden Herren von Liancourt: Jean Ier de Popincourt nahm durch seine Heirat mit Claude de Cressonsacq den Titel eines Seigneur de Liancourt an, danach hielt die Familie du Plessis die Herrschaft. Charles du Plessis, ein protestantischer Freund Heinrichs IV., und seine Frau Antoinette de Pons ließen die Kirche Saint-Martin ausstatten, in der beide 1620 und 1632 unter knienden Statuen aus weißem Marmor beigesetzt wurden, die 1854 in die Südkapelle versetzt wurden.
Erhalten sind nur die Wirtschaftsgebäude (communs) des Schlosses; sie sind Privatbesitz und daher von der öffentlichen Straße aus zu sehen, nicht von innen. Die Anlage liegt im Tal der Brêche zwischen Creil und Clermont, in der sumpfigen Wiese zwischen Brêche und Béronnelle. Von der Straße aus sind das Eingangstor und die Terrassenmauer zu erkennen.
Erhalten sind nur die Wirtschaftsgebäude des Schlosses; sie stehen seit dem 3. Dezember 1930 als Monument historique unter Denkmalschutz. Der Herrensitz selbst lag auf der sumpfigen Wiese zwischen Brêche und Béronnelle, an derselben Stelle wie die Schlösser des 16. und 17. Jahrhunderts, die ihn ersetzten.
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