Clos Jouve, Stadtpark im Viertel Croix-Rousse, Lyon, Frankreich
Clos Jouve ist eine Stadtparkanlage auf dem Plateau der Croix-Rousse, angelegt zwischen dem Boulevard de la Croix-Rousse und der Rue Pierre-Dupont. Kernstück ist ein großes rechteckiges Beet aus dunkler, umgegrabener Erde, das an zwei Seiten von rostbraunen Stahlplatten gesäumt wird, die bündig in hellem Betonpflaster liegen; darin stehen dünne, blattlose junge Bäume, links ein rechteckiges Holzgerüst aus Pfosten und Balken. Dahinter führt ein gepflasterter Weg an einer Baumreihe vorbei zu hellen mehrgeschossigen Gebäuden mit grauen Dächern.
Das Gelände gehörte zur 1585 gegründeten Kartause Lys Saint-Esprit, deren Ländereien 1791 als Nationalgüter verkauft wurden. Im 19. Jahrhundert besaß die Familie Jouve das weinbepflanzte Grundstück und verkaufte es an das Kriegsministerium; ab 1840 übten Soldaten des Fort Saint-Jean hier, und eine kleine Kaserne entstand. 1850 wurde die erste offizielle Boule-Gesellschaft „le Clos Jouve“ gegründet, und der Platz mit seinen sechzehn Bahnen wurde Lyons größter, bevor er 2019–2020 in einen öffentlichen Garten umgewandelt wurde.
In der Mitte des Gartens erinnert eine kugelförmige Skulptur an Fanny, die ein Boulespieler küssen musste, der eine Partie ohne einen einzigen Punkt beendete. Der Legende nach war Fanny ein Mädchen aus dem Viertel. Der Park ersetzte sechzehn Bahnen der Boule lyonnaise, und der erste offizielle Spielverein, ebenfalls „le Clos Jouve“ genannt, wurde dort 1850 gegründet.
Das Gelände liegt zwischen dem Boulevard de la Croix-Rousse und der Rue Pierre-Dupont, mit einer weiteren Kante an der Rue Anselme im 4. Arrondissement. Die Bus- und Trolleybuslinien C13, C18, 2, 45 und S4 der TCL halten an der Haltestelle Clos Jouve. Der Garten wurde im Februar 2020 eröffnet, nach Bauarbeiten ab 2019.
Junge Bäume im Park tragen gebrannte Inschriften auf Schutzlattern, die Arten wie Burgunder-Eiche, Japanische Pagode, Hainbuche und Chinesischer Seifenbaum identifizieren. Diese Beschriftungen ermöglichen es Besuchern, die verschiedenen Baumarten beim Spaziergang durch das Gelände kennenzulernen.
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